Ausbildung

Die Entscheidung für die richtige Ausbildung oder das richtige Studium gehört zu den wichtigsten Entscheidungen im Leben junger Menschen. Die Region Stuttgart bietet mit ihren zahlreichen Ausbildungsbetrieben im Handwerk, in der Industrie und im Handel sowie mit rund 15 Hochschulen und Universitäten beste Start- und Entwicklungsmöglichkeiten.

Berufsausbildung

Viele Berufe in Deutschland werden nicht an Hochschulen, sondern im Rahmen einer dualen Ausbildung erlernt. Das duale Ausbildungssystem mit seinem Mix aus Berufspraxis und Vermittlung fachtheoretischer Kenntnisse in der Berufsschule genießt in Deutschland hohe Anerkennung und entwickelt sich mehr und mehr zum Exportschlager.

Daneben gibt es auch Berufe, die in einer schulischen Ausbildung erlernt werden. Dazu zählen insbesondere Berufsausbildungen in den Bereichen Gesundheit und Erziehung. Die Berufspraxis erhält man durch mehrere Praktika in Betrieben.

Die Ausbildungsdauer ist in den rund 350 Ausbildungsberufen nicht einheitlich. Je nach Beruf und Vorkenntnissen dauert eine Ausbildung zwei bis dreieinhalb Jahre. Vor dem Ausbildungsbeginn wird zwischen dem Auszubildenden und dem ausbildenden Unternehmen ein Ausbildungsvertrag geschlossen. Neben der Dauer der Ausbildung regelt er auch die Inhalte und Ziele der Ausbildung sowie die Höhe der Ausbildungsvergütung.

Duale Berufsausbildung

Die duale Ausbildung besteht aus viel praktischer Arbeit im jeweiligen Ausbildungsbetrieb, die von wöchentlichen oder in längeren zusammenhängenden Blöcken erfolgenden Theoriephasen in einer Berufsschule ergänzt wird. An den anderen Tagen sind Sie in einem Unternehmen und wenden dieses Wissen an, indem Sie zum Beispiel an einer Maschine mitarbeiten.

Die Kombination aus Theorie und Praxis bereitet Auszubildende besonders gut auf das vor, was Firmen von ihnen erwarten: nicht nur Fachwissen, sondern auch praktische Erfahrung darin, dieses Wissen anzuwenden.

Weitere Informationen zu verschiedenen Berufsausbildungen finden Sie auf der Seite BerufeNet und dem Filmportal BerufeTV der Bundesagentur für Arbeit.

Sind Sie Bürger eines Drittstaates, also nicht EU-Bürger oder aus Liechtenstein, Island, Norwegen oder der Schweiz, benötigen Sie zur Aufnahme einer Ausbildung ein Visum. Dazu müssen Sie bereits einen Ausbildungsplatz gefunden haben, dem die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung zugestimmt hat. Weitere Informationen zu den rechtlichen Regelungen hinsichtlich der Arbeitserlaubnis finden Sie hier.

Ob Sie für das Visum weitere Voraussetzungen erfüllen müssen und welche Unterlagen notwendig sind, erfahren Sie bei der deutschen Botschaft in Ihrem Herkunftsland. Die Adressen der deutschen Auslandsvertretungen in Ihrem Land finden Sie unter Deutschland vor Ort bei Make it in Germany.

Ausbildungsplatz finden

Ausbildungsplätze werden bei dualen Berufsausbildungen direkt von den Unternehmen vergeben. Wenn Sie Interesse an einer Ausbildung in der Region Stuttgart haben, müssen Sie sich wie um einen normalen Arbeitsplatz direkt beim Betrieb bewerben. Die Ausbildungen starten in der Regel im August oder September. Viele Betriebe bemühen sich bereits sehr frühzeitig um Auszubildende, so dass Ausbildungsstellen oft schon ein Jahr vorher ausgeschrieben und auch besetzt werden.

Ausbildungsplätze finden Sie beispielsweise über die folgenden Lehrstellenbörsen:

  • Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit zur bundesweiten Stellensuche
 

Tipp! Wenn Sie eine Ausbildung in Deutschland aufnehmen möchten, sind gute Deutschkenntnisse essenziell. Weitere Informationen zu den Voraussetzungen finden Sie im Internetportal Make it in Germany.

Studium

Das Studium in Deutschland ist im Gegensatz zu vielen anderen Ländern kostenlos, da für das Erststudium an den meisten öffentlichen Hochschulen keine Studiengebühren anfallen.

Voraussetzung für ein Studium ist je nach Hochschultyp die Hochschulreife oder Fachhochschulreife. Bei ausländischen Abschlüssen prüft das Studierendensekretariat oder das Akademische Auslandsamt der Zielhochschule, die Gleichwertigkeit der ausländischen Hochschulzugangsberechtigung mit dem deutschen Abitur.

Liegt keine Gleichwertigkeit vor, müssen Sie ein Studienkolleg absolvieren, bevor Sie Ihr Studium aufnehmen können. Dies dauert in der Regel ein Jahr und bereitet Sie auf das Studium in Deutschland vor. Nähere Informationen zu den Bestimmungen finden Sie auf der Seite der Kultusministerkonferenz – Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen.

Mehr zum Thema Studium in Deutschland erfahren Sie unter Visum für Studierende und Anerkennung ausländischer Zeugnisse sowie auf den Internetseiten des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD).

Hochschulen in der Region

Die Region Stuttgart ist einer der stärksten Wirtschafts- und Technologiestandorte in Europa. Im In- und Ausland verbinden die Menschen mit der Region Stuttgart Innnovationskraft, Erfindergeist, Kreativität, Engagement und zuverlässige Arbeitsleistungen. Die Hochschulen und Forschungseinrichtungen der Region sind besonders leistungsfähig und zeichnen sich durch ausgezeichnete Lehre und Forschung, vor allem in technisch-naturwissenschaftlichen Bereich, aus.

Im Downloadbereich in der rechten Spalte finden Sie eine Übersicht der Universitäten und Hochschulen in der Region und welche Schwerpunkte diese jeweils haben. Weitere Informationen zur Hochschulregion finden Sie hier.

Arbeiten während des Studiums

Studierende in Deutschland benötigen im Durchschnitt rund 800 Euro pro Monat für ihren Lebensunterhalt. Einen Teil davon können Sie sich über einen Studentenjob verdienen. Ein netter Nebeneffekt eines Nebenjobs ist, dass Sie Deutschland und die Deutschen besser kennenlernen, Kontakte aufbauen und nicht zuletzt Ihre Deutschkenntnisse verbessern. Wie viel Sie während des Studiums arbeiten dürfen, ist von Ihrem Herkunftsland abhängig: 

  • Studierende aus der EU, aus Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz dürfen wie deutsche Studierende bis zu 20 Stunden pro Woche neben den Vorlesungszeiten arbeiten. In den Semesterferien können sie uneingeschränkt Geld verdienen.
  • Wer aus einem Land außerhalb der EU oder aus Kroatien kommt, kann 120 volle oder 240 halbe Tage im Jahr ohne Zustimmung der zuständigen Behörde, der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung, jobben.

Stipendien des DAAD und anderer Förderer sind eine weitere Möglichkeit, Geld zu erhalten. Mehr über die Förderungsmöglichkeiten des DAAD sowie anderer ausgewählter Förderorganisationen für internationale Studierende erfahren Sie in der Stipendiendatenbank des DAAD.

Und natürlich dürfen Studierende auch Praktika machen. Dies ist wichtig, damit Sie die Arbeitswelt in Deutschland kennenlernen und sich Wissen und Netzwerke erwerben, die Ihnen später bei der Jobsuche helfen können. Weitere Informationen gibt es beim DAAD. Unterstützung bei der Praktikasuche finden Sie hier.

Arbeiten nach dem Studium

Idealerweise beginnen Sie etwa sechs Monate vor Ihrem Studienabschluss mit der Suche nach einer geeigneten Arbeitsstelle. Als EU-Bürger können Sie direkt nach dem Studium Ihre Stelle antreten.

Für Studienabsolventen aus Kroatien entfällt der Antrag einer Arbeitsgenehmigung-EU bei der ZAV, wenn Sie als akademische Fachkraft eine Ihrer Hochschulausbildung entsprechende Beschäftigung aufnehmen möchten. Mehr Informationen finden Sie unter Arbeitserlaubnis.

Für Nicht-EU-Bürger gibt es die Möglichkeit entweder eine Aufenthaltserlaubnis oder die Blaue Karte EU bei der Ausländerbehörde zu beantragen. Die beiden Aufenthaltstitel knüpfen an unterschiedliche Voraussetzungen an. Mehr Informationen finden Sie unter Arbeitserlaubnis.

Finden Sie direkt nach dem Abschluss keine Ihrer Qualifikation entsprechende Anstellung, können Sie bei der für Sie zuständigen Ausländerbehörde eine „Aufenthaltserlaubnis zur Jobsuche“ beantragen. Diese ist für 18 Monate zur Suche nach einem Ihrer Qualifikation entsprechenden Arbeitsplatz gültig. Während dieser 18 Monate dürfen Sie jede Art von Tätigkeit aufnehmen, um Ihren Lebensunterhalt zu sichern und die Jobsuche zu finanzieren. Voraussetzung für den Erhalt der Aufenthaltserlaubnis sind das Abschlusszeugnis der Universität oder Hochschule sowie ein Nachweis über Ihren Krankenversicherungsschutz. Weitere Informationen finden Sie unter Arbeitserlaubnis und bei der für Sie zuständigen Ausländerbehörde. Diese finden Sie über die Kommunensuche in der rechten Spalte.

 

Tipp! Im Internetportal BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit finden Sie Berufsbeschreibungen zu mehr als 3000 Berufen. Unter BerufeTV können Sie sich in über 350 Filmen selbst ein Bild über Ausbildungs- und Studienberufe machen.

 

 

Der Welcome Service Region Stuttgart ist ein Angebot der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH für die Fachkräfteallianz Region Stuttgart, unterstützt durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg.