Arbeitserlaubnis

Arbeitserlaubnis

Die Region Stuttgart bietet Ihnen interessante und nachhaltige Karrieremöglichkeiten. Voraussetzung zum Durchstarten ist die Arbeitserlaubnis. 

Als freizügigkeitsberechtigter Bürger der EU haben Sie uneingeschränkten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. Sie benötigen weder für die Einreise noch für die Beschäftigung in Deutschland ein Visum oder eine Aufenthaltserlaubnis. Das gleiche gilt, wenn Sie aus Island, aus Liechtenstein, Norwegen oder der Schweiz kommen.

Sind Sie Bürger eines anderen Landes, ist die Regelung zur Arbeitserlaubnis abhängig von Herkunftsland und Qualifikation.

Bürger aus Kroatien

Bürger aus Kroatien benötigen seit dem 1. Juli 2015 keine „Arbeitsgenehmigung-EU“ der Bundesagentur für Arbeit mehr, wenn Sie in Deutschland eine Beschäftigung aufnehmen möchten. Außerdem hat das Bundeskabinett beschlossen, dass kroatische Firmen ihre Arbeitnehmer nach Deutschland entsenden dürfen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bürger aus Drittstaaten

Möchten Sie aus einem Staat nach Deutschland kommen und arbeiten, der außerhalb der Europäischen Union (EU) oder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) liegt, benötigen Sie dafür grundsätzlich einen Aufenthaltstitel und die Genehmigung der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV).

Dazu müssen Sie vor der Einreise bei der deutschen Auslandsvertretung ein entsprechendes Visum beantragen (Visum zur Aufnahme einer Beschäftigung).

Staatsangehörige von Australien, Israel, Japan, Kanada, der Republik Korea, von Neuseeland und den USA können den erforderlichen Aufenthaltstitel auch nach der Einreise bei der zuständigen Ausländerbehörde in Deutschland einholen. Melden Sie sich dazu zeitnah nach ihrer Ankunft bei der Ausländerbehörde an Ihrem Wohnsitz an.

Wenn Sie bereits mit einem nationalen Visum nach Deutschland eingereist sind, müssen Sie bei der Ausländerbehörde einen Aufenthaltstitel beantragen, der auch zur Beschäftigung berechtigt. Über die Kommunensuche rechts finden Sie die für Ihren Wohnort in der Region Stuttgart zuständige Ausländerbehörde.

Informationen zur Einreise und den den verschiedenen Aufenthaltstiteln finden Sie unter Einreise und Aufenthalt.

Die Regelungen für die Arbeitserlaubnis für Bürger aus Drittstaaten ist auch von der Qualifikation abhängig:

Absolventen einer Berufsausbildung im Ausland

Wenn Sie folgende Voraussetzungen erfüllen, dürfen Sie in Deutschland mit einer im Ausland abgeschlossenen Berufsausbildung arbeiten:

  • Der Beruf, den Sie in Deutschland ausüben möchten, ist ein sogenannter Engpassberuf. Das heißt, es besteht ein Mangel an deutschen Fachkräften. Welche Berufe dies betrifft, zeigt die Positivliste der Agentur für Arbeit. In diesen Berufen dürfen Bürger aus Drittstaaten mit einer abgeschlossenen Ausbildung arbeiten.
  • Sie haben ein konkretes Arbeitsplatzangebot
  • Ihr Ausbildungsabschluss ist mit einem deutschen Abschluss als gleichwertig anerkannt. Die Anerkennung müssen Sie bereits aus Ihrem Herkunftsland beantragen.

Tipp! Wenn die zuständige Anerkennungsstelle feststellt, dass für die volle Anerkennung eine praktische Tätigkeit erforderlich ist, z. B. eine betriebliche Tätigkeit im Rahmen eines Anpassungslehrgangs, können Sie zu diesem Zweck eine Aufenthaltserlaubnis für einen begrenzten Zeitraum in Deutschland erhalten.

Ausbildung in Deutschland

Möchten Sie in Deutschland eine betriebliche Ausbildung machen, können Sie dafür mit Zustimmung der ZAV eine Aufenthaltserlaubnis erhalten. 

Sobald Sie nach Abschluss der Ausbildung eine Ihrer Qualifikation entsprechende Arbeit gefunden haben, können Sie von der Ausländerbehörde einen entsprechenden Aufenthaltstitel bekommen.

Finden Sie nicht direkt eine entsprechende Arbeitsstelle, können sie auch einen Aufenthaltstitel zur Arbeitsplatzsuche bekommen. Dieser ist auf ein Jahr befristet. In dieser Zeit können Sie jede Tätigkeit annehmen, um Ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Akademiker und Absolventen

Alle Akademiker mit einem deutschen, einem anerkannten ausländischen Hochschulabschluss oder einem dem deutschen Hochschulabschluss vergleichbaren Abschluss, können den Aufenthaltstitel „Blaue Karte EU“, ohne Zustimmung der ZAV erhalten, wenn Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie haben einen Ihrer Qualifikation entsprechenden Arbeitsplatz in Deutschland.
  • Sie verdienen jährlich mindestens 48.400 Euro brutto.

 Akademiker aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT-Bereich) sowie Ärztinnen und Ärzte können eine „Blaue Karte EU” erhalten, wenn sie genauso viel verdienen wie vergleichbare inländische Arbeitnehmer, mindestens jedoch 37.752 Euro brutto im Jahr. Die ZAV muss in diesem Fall der Beschäftigung zustimmen.

Tipp! Haben Sie Ihren Hochschulabschluss in Deutschland erworben, ist die Zustimmung der ZAV nicht notwendig.

Wenn Sie noch keinen Arbeitsplatz in Deutschland gefunden haben, können Sie aufgrund Ihres ausländischen Hochschulabschlusses mit einem Visum zur Arbeitsplatzsuche für bis zu sechs Monate nach Deutschland kommen, um sich eine Arbeit zu suchen. Das Visum beinhaltet jedoch keine Arbeitserlaubnis.

Studienabsolventen deutscher Hochschulen

Wenn Sie ihren Abschluss an einer deutschen Hochschule gemacht haben und im Anschluss an das Studium noch keinen entsprechenden Arbeitsplatz gefunden haben, können Sie von der Ausländerbehörde eine Aufenthaltserlaubnis für 18 Monate zur Suche nach einem Ihrer Qualifikation entsprechenden Arbeitsplatz erhalten.

In dieser Zeit dürfen Sie jede Tätigkeit aufnehmen, um Ihren Lebensunterhalt sicherzustellen.

Tipp! Eine erste Orientierung dafür, ob sie eine Arbeitserlaubnis brauchen, bietet der Migrations-Check der ZAV.

Weitere Informationen zum Aufenthalt und den verschiedenen Aufenthaltstiteln finden Sie unter Einreise und Aufenthalt. Informationen zum Arbeiten während und nach dem Studium werden unter Ausbildung bereitgestellt. Bei Fragen hilft Ihnen gerne das Welcome Center Stuttgart weiter. 

 

Der Welcome Service Region Stuttgart ist ein Angebot der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH für die Fachkräfteallianz Region Stuttgart, unterstützt durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg.